Menü

startbild klein

Therapieangebot/ Therapiemethoden

Behandlungsfelder im Kindes- und Jugendalter

  • Sprachentwicklungsstörung
  • Artikulationsstörungen
  • Störungen der Grammatik
  • Störungen muskulärer Strukturen – myofunktionelle Störungen
  • Redeflussstörungen
  • Näseln (Rhinophonie)
  • Stimmstörungen
  • Zentral – auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen

Behandlungsfelder für Erwachsene

  • Sprachstörungen z.B. nach Schlaganfall oder Unfall (Amnesie)
  • Sprechstörungen nach Schlaganfall (Dysarthrie / Sprechapraxie)
  • Gesichtslähmungen (Facialisparese)
  • Organische, funktionelle und psychogene Stimmstörungen
  • Redeflussstörungen ( Stottern/ Poltern)
  • Schluckstörungen (Dysphagie)
  • Artikulationsstörungen
  • Näseln ( Rhinophonie)

Mit Sensorisch-integratives Logopädiekonzept und Neurofunktionstherapie (NF!T®) zum Erfolg

In unserem Praxisalltag beschäftigt uns auch die kindliche Entwicklung in ihrer Gesamtheit. So wenden wir uns zusätzlich zu den Sprachproblemen auch sensomotorischen Defiziten zu. Unser Konzept ist es, nicht die Symptome sondern deren Ursache zu therapieren.

Durch unsere stetige Weiterbildung spezialisieren wir uns für unsere Patienten fortwährend in unserer logopädischen Therapiemethodik.

Hier bieten wir Ihnen zum einen das Sensorisch-integrative Logopädiekonzept nach Michaela Kreutz-Zimmermann und die Neurofunktionstherapie (NF!T®) nach Elke Rogge. Hier erfahren Sie mehr zu beiden Methoden:

thumb therapie1thumb therapie2thumb therapie3thumb therapie4thumb therapie5thumb therapie6

NF!T® – Neurofunktionstherapie nach Elke Rogge

Die Zunge hat keine Ohren

Im Jahr 2015 besuchten wir die Weiterbildung in Berlin zu Nf!T® – Neurofunktionstherapie nach Elke Rogge und waren von dieser Therapiemethode sehr begeistert. Wir durften uns gleich an unseren Patienten ausprobieren, die wie wir auch sehr zufrieden mit den erzielten Erfolgen waren.

Die Definition zu Nf!T®:

Die Funktionen Atmung, Saugen, Kauen und Schlucken bestimmen die physiologische Entwicklung der Muskulatur und Knochen und müssen ganzheitlich trainiert werden.

Welche Störungsbilder werden mit Nf!T® therapiert?

  • Nahrungsaufnahmestörungen und Saugprobleme
  • Zahnfehlstellungen
  • Habits – beispielsweise Zähneknirschen, Daumenlutschen, Nuckeln
  • Fehlerhafte Artikulation
  • Lippen- Kiefer- Gaumenspalte
  • Mundatmung, durch die es zu einer erhöhten Infektanfälligkeit kommen kann
  • Myofunktionelle Störungen
  • Vorverlagerter Würgereiz
  • Facialisparesen
  • und unterstützend zu kieferorthopädischen Behandlungen

bild therapie1

Beispiel für einen Lutschoffenen Biss durch vermehrtes Nuckeln

bild therapie2

Unser Therapiematerial

 

Wer und was wird behandelt?

NF!T® wird bei Patienten jeden Alters durchgeführt. Mit der angewandten Methodik lassen sich selbst auch Wachkomapatienten und Menschen mit geistiger Behinderung therapieren.

NF!T® ist insbesondere sehr gut für Patienten geeignet, die den verbalen Anweisungen nicht Folge leisten können. Sie bietet eine Kommunikationsmöglichkeit, die nicht den kognitiven Kanal nutzt.

Durch die „sprachlose“ Art, mit der sich durch die Übungen führen lässt, kann mit allen Patienten, unabhängig ihrer sprachlichen Herkunft, optimal und effektiv gearbeitet werden:

Ohne Worte, nur mit Handlungen erreichen wir unser therapeutisches Ziel.

Eine Automatisierung und Generalisierung der gewünschten Bewegungsabläufe wird durch die Erfahrung auf der taktil-kinästhetischen Wahrnehmungsebene (durch das Gespür und die Bewegungsempfindung) sicherer im zentralen Nervensystem abgespeichert, als es über die verbale Schiene gelingen könnte.

Das ist das Besondere an der NF!T®

Die Nf!T® ist eine Methode, mit der

  • ursachenorientiert
  • ganzheitlich
  • und individuell gearbeitet wird.

Mit der Neurofunktionstherapie erreichen wir bei unseren Patienten eine Umprogrammierung des Gehirns:

Wir schaffen dabei neue neuronale Verbindungen und schwächen alte unerwünschte Verknüpfungen.

Sensorisch-integratives Logopädiekonzept nach Michaela Kreutz-Zimmermann

Sie ist die Aufgliederung und Verarbeitung von Sinnesreizen aus dem eigenen Körper und aus der Umwelt im zentralen Nervensystem, das uns ermöglicht, den Körper effektiv in der Umwelt einzusetzen.

Dazu gehören:

  • Taktiles System
  • Viszerales System
  • Propriozeptives System
  • Vestibuläres System
  • Auditives System
  • Olfaktorisches System
  • Gustatorisches System
  • Visuelles System

Für zielgerichtete Handlung muss das Zusammenspiel aller Sinnesreize funktionieren. Daher werden die sprachtherapeutischen Kontexte mit sensorisch-integrativen Behandlungselementen integriert. Somit ist das Sensorisch-integrative Logopädiekonzept vor allem eine äußerst körperbezogene Therapie bei der:

  • sprachliche Elemente mit ganzkörperlichen Bewegungsmustern integriert werden
  • noch vorhandene Reflexe überprüft werden
  • der Muskeltonus, die Koordination, das Gleichgewicht und die Haltung begutachtet werden.

Die Beobachtungsdiagnostik beinhaltet somit die Prüfung von:

  • Kopf (Kopfstellung, Kopfassymetrie, Kopfseitneigung-Kiss-Syndrom)
  • Augen ( Gleichgewichtsorgan, Augensprünge bei Folgebewegungen, Schielen, Auge-Hand/Fuß-Koordination)
  • Mund (Kieferstellung, Zahnstellung, Zungenlage/-motorik/-kontakt, Hand-Mund-Koordination)
  • Rumpf, Brustbein, Beckenboden (Rumpfstabilität, Rumpfrotation, Rundrücken, Hohlkreuz)
  • Füße (Fußstabilität, Fußgewölbe, Fußmotorik)
  • Hände (Daumenopposition, Handstütz, Kraftdosierung, Handentwicklung, Greiffunktion)

Taktiles System – Die Wahrnehmung

In der Therapie wird beispielsweise das Ertasten mit Händen und Mund zu einer wichtigen Bedeutung für das spätere Wortlernen. Durch taktile Stimulation im orofacialen Bereich wird dieser sensibilisiert und löst mundmotorische Reaktionen aus.

Die positiven Auswirkungen auf die Sprache sind unter anderem entscheidend für:

  • Rechnen: Körperschema, Körperorientierung, Formen
  • Sozialverhalten
  • Emotionalverhalten
  • Schreiben: Lageempfindung von Buchstaben/Zahlen
  • Motorik
  • Nahrungsaufnahme

Viszerales System – Der Blick auf die Organe

Hierbei geht es um die Körper-Innenwahrnehmung der inneren Organe:

  • Empfinden wie Hunger, Schmerz, Sattheit
  • Störungen im System: fehlende Blasenkontrolle, Essstörungen, unangepasste Gefühlsreaktionen

Überprüft werden an dieser Stelle vor allem die Auswirkungen auf die Sprache:

  • körperliche Zustände beschreiben zu können
  • die Äußerungen anderer zu verstehen
  • das körperliches Wohlbefinden als Voraussetzung für gute Lernbereitschaft

Propriozeptives System – Wahrnehmung in den Muskeln, Sehnen und Gelenken

Die Information über das zentrale System bezüglich der Stellung der Körperteile zueinander und deren Bewegungen und Spannungszustände sind eine wichtige Voraussetzung für die Ausbildung eines Körperschemas.

Sie haben Auswirkungen auf Sprache:

  • Motorische Entwicklung, auch im orofacialen Bereich (Mundmotorik)
  • Artikulation
  • Stimmfunktion
  • Sprachverständnis
  • Schreiben
  • Rechnen

Vestibuläres System – Der Gleichgewichtssinn

In diesem Bereich schaut man unter anderem auf:

  • Empfindung der Schwerkraft
  • Stellung des Kopfes im Raum
  • Steuerung der Augenbewegungen
  • Orientierung im Raum
  • Gleichgewicht und Körperspannung

Auch diese Faktoren haben Auswirkungen auf die Sprache:

  • Blickkontakt
  • Wachheit/Aufmerksamkeit
  • Artikulation
  • Grammatikalische Orientierung

Auditives System – Hörwahrnehmung

Das Empfinden von Tönen, Geräuschen und Vibrationen gilt es hierbei zu überprüfen:

  • Geräuschlokalisation
  • Lautheitsempfindung
  • Lautdiskrimination

Folgende Störungsbilder können hier entstehen:

  • Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom
  • Hyperkinetik
  • Lese-Rechtschreibstörungen
  • Phonologische Störungen

Olfaktorisches System – Umfeldwahrnehmung über den Geruch

Das Erkennen und Unterscheiden von Gerüchen ist eine wichtige Grundlage:

Die Wahrnehmung von Gerüchen dient vor allem:

  • dem Schutz
  • der Erkennung bzw. der Unterscheidung bekannter und unbekannter Gerüche
  • der Erinnerung
  • sowie der Kommunikation

Störungen im System können zur Folge haben:

  • die Vermeidung bestimmter Nahrungsmitteln
  • die Verweigern von Nahrung, Erbrechen

Zudem kann diese wiederum auch Auswirkungen auf die Sprache haben, da beispielsweise auch durch die Nahrungsaufnahme die orale Muskulatur aktiviert wird. Fehlt diese Aktivierung ist eine Begriffsbildung kaum möglich.

Gustatorisches System – Der Geschmacksinn

Die Zunge als Geschmacksorgan hat viele Aufgaben: Sie ist Tastorgan, hilft bei der Differenzierung und dem Zerkleinern und leitet zudem den Schluckakt ein. Sie sorgt für die taktile Stimulation (Das Fühlen) im Mundinnenraum.

Auch das Gustatorische System hat Auswirkungen auf die Sprache:

  • die Nahrungsaufnahme
  • die Aktivität oraler Muskulatur
  • die Begriffsbildung
  • sowie die zielgenaue Artikulation

Visuelles System – Umweltreize visuell erfassen

Was wir mit unseren Augen sehen und visuell erfassen hat ebenso Auswirkung auf unsere Sprache:

  • den Blickkontakt
  • Sprachliche Differenzierungsleistungen
  • die Schriftsprache
  • die Nachahmung
  • sowie das Beschreiben und Erzählen